Stralsund ist eine dieser Städte, bei denen du schon nach wenigen Minuten spürst, dass hier Geschichte nicht im Museum verstaubt, sondern im Alltag mitschwingt. Die Hansestadt an der Ostsee verbindet prachtvolle Backsteingotik mit Hafenflair, kurzen Wegen und einer Lage, die sie zum idealen Ausgangspunkt für Ausflüge nach Rügen macht. Stralsund liegt direkt am Strelasund, dem Meeresarm zwischen Festland und Insel Rügen, und genau dieses Zusammenspiel aus Wasser, Altstadt und Weite prägt den Charakter der Stadt. Wenn du Stralsund Sehenswürdigkeiten suchst, bekommst du hier nicht einfach eine Checkliste, sondern eine echte Reiseidee: von der Altstadt von Stralsund über das Ozeaneum bis hin zur maritimen Ikone Gorch Fock I.
Gerade für kulturinteressierte Erwachsene ist die Hansestadt Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern spannend, weil sie in kurzer Zeit viel sehen: historische Plätze wie Alter Markt und Neuen Markt, Kirchen mit Wow-Blick, Museen mit internationalem Ruf und dazu immer wieder das Meer im Augenwinkel. Dass die Altstadt von Stralsund seit 2002 gemeinsam mit Wismar UNESCO-Welterbe ist, erklärt, warum die historische Altstadt so geschlossen wirkt und warum sich ein Rundgang hier besonders lohnt.
Warum Stralsund so besonders ist
Stralsund gibt dir gleich mehrere Perspektiven auf eine Stadt: die mittelalterliche Hanse, die schwedisch geprägte Geschichte, die Architektur der norddeutschen Backsteingotik und die Gegenwart als lebendige Hafenstadt. Die Stralsunder Altstadt wirkt dabei wie eine Bühne, auf der sich Rathausgiebel, Kirchen und Kaufmannshäuser gegenseitig übertreffen. Besonders schön: Du musst dich nicht zwischen Kultur und Küste entscheiden. Zwischen Altstadtgassen und Wasserlinie liegen oft nur ein paar Minuten, und am Stralsunder Hafen bekommst du abends dieses ruhige Ostsee-Gefühl, wenn das Licht flach über das Hafenbecken streicht.
Wenn du mit dem Auto kommst, wirst du das moderne Wahrzeichen schnell entdecken: die Rügenbrücke. Sie wurde nach mehrjähriger Bauzeit Ende 2007 eröffnet und ist für viele Reisende das symbolische Tor zur Insel Rügen. Gleichzeitig gibt es die ältere Verbindung über den Rügendamm, der über den Dänholm führt und Stralsund mit Rügen verknüpft. Der Dänholm selbst ist eine kleine Insel mit eigener Geschichte, mitten im Strelasund, die viele auf dem Weg nach Rügen nur passieren, ohne sie bewusst wahrzunehmen.

Stralsund Sehenswürdigkeiten in der Altstadt: Plätze, Giebel, Geschichte
Alter Markt: Das Herz der Stadt zwischen Rathaus und Kirche
Der Alte Markt ist nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein Ort, an dem du die Stadt sofort verstehst. Hier steht das Rathausensemble so eindrucksvoll, dass du automatisch stehen bleibst. Die Schaufassade gilt als besonders charakteristisch, und die mächtige Nikolaikirche daneben verstärkt dieses Hanse-Statement noch. Offiziell wird der Alte Markt sogar als Ort beschrieben, von dem aus sich das Rathausensemble am beeindruckendsten betrachten lässt.
Dass hier überall Backstein dominiert, ist kein Zufall: Das Stralsunder Rathaus zählt zu den bedeutenden Profanbauten an der Ostseeküste. Sein Baubeginn wird auf 1300 bis 1310 datiert, und es ist ein klassisches Beispiel für Backsteingotik. Rund um den Platz findest du zudem Bürgerhäuser wie das Wulflamhaus, das als eines der am besten erhaltenen spätgotischen Wohnhäuser im norddeutschen Raum gilt. Genau solche Details machen die Altstadt Stralsund so „greifbar“: Du schaust nicht nur, du liest die Geschichte an Fassaden.
Neuen Markt und Marienkirche: Der Blick, der alles ordnet
Wenn du Stralsunds Altstadt wirklich einordnen willst, geh zur Marienkirche am Neuen Markt. Die St.-Marien-Kirche ist die größte Kirche der Stadt und befindet sich am Neuen Markt. Das Besondere ist der Aufstieg: 366 Stufen führen hinauf, und oben belohnt dich ein weiter Blick über Stralsund bis nach Rügen. Viele nennen genau das eine der besten Sehenswürdigkeiten in Stralsund, weil du danach beim weiteren Rundgang ein viel besseres Gefühl für Entfernungen und Orientierung hast.
Falls du dich fragst, ob sich die Stufen wirklich lohnen: Ja, besonders bei klarer Sicht. Du siehst den Strelasund, erkennst die Linien der Brückenverbindung Richtung Insel Rügen und begreifst, warum Stralsund als „Tor zur Insel“ empfunden wird. Und ganz nebenbei bekommst du ein intensives Gefühl dafür, wie sehr Wasser und Stadt hier zusammengehören.
Kütertor als Sehenswürdigkeit: Stralsund in einer einzigen Silhouette
Zwischen all den großen Bauten sind es oft die Stadttore, die eine Stadt persönlich machen. Das Kütertor ist eines der bekanntesten erhaltenen Tore und wurde bereits 1281 urkundlich erwähnt; in seiner heutigen Erscheinung stammt es aus dem Jahr 1446. Wenn du gern fotografierst, wirst du es mögen: schlank, markant, ein bisschen wie ein Ausrufezeichen aus Backstein.
Mini-Route als Aufzählung (für deine Orientierung):
- Start am Alten Markt mit Rathausensemble und Blickachsen in die Altstadt
- Weiter zum Neuen Markt und zur Marienkirche
- Danach durch Gassen Richtung Kütertor und zurück Richtung Wasser
Zusammengefasst ist das eine einfache, logische Schleife: Du beginnst im mittelalterlichen Zentrum, holst dir oben vom Turm die Übersicht und gehst dann bewusst durch die Stadtstruktur zurück Richtung Hafen. Genau so werden Sehenswürdigkeiten der Stadt nicht zu einzelnen Punkten, sondern zu einer Geschichte, die du zu Fuß erlebst.
Ozeaneum, Meeresmuseum und Aquarium: Das Meer als Hauptdarsteller

Ozeaneum in Stralsund: Unterwasserwelten auf der Hafeninsel
Das Ozeaneum ist für viele die Stralsund Sehenswürdigkeit Nummer eins, und das nicht ohne Grund. Es liegt auf der Hafeninsel von Stralsund und führt dich mit Aquarien und Ausstellungen durch die nördlichen Meere. Inhaltlich ist das Konzept stark: Du wanderst gewissermaßen vom Stralsunder Hafenbecken über Ostsee und Nordsee bis in den offenen Atlantik.
Ein echter Höhepunkt ist die Wal-Ausstellung: Dort hängt ein Modell eines 26 Meter großen Blauwals, der die Dimensionen des Meeres plötzlich sehr real wirken lässt. Dazu kommt das Aquarium-Erlebnis mit großen Becken und dem Gefühl, dass dich das Wasser von allen Seiten umgibt. Und wenn du eine Pause brauchst, ist das Umfeld ideal: Hafen, Promenade, Blick auf die Altstadtsilhouette.
Praktischer Hinweis für die Planung: Das Ozeaneum informiert online über tägliche Öffnungszeiten und aktuelle Eintrittspreise.
Meeresmuseum: Das Deutsche Meeresmuseum in historischen Mauern
Das Meeresmuseum in Stralsund gehört zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum und ist thematisch eine perfekte Ergänzung zum Ozeaneum. Besonders spannend ist die Kulisse: Das Museum sitzt in historischer Bausubstanz und verbindet Ausstellungen mit dem Gefühl, in einer anderen Zeit unterwegs zu sein. Nach umfangreicher Modernisierung wurden die Ausstellungen im Meeresmuseum wiedereröffnet; seit dem 17. Juli 2024 ist es wieder täglich geöffnet, zunächst mit einem verkürzten Rundgang und neuen Ausstellungen sowie ersten Aquarien in der Katharinenhalle.
Wenn du gern tiefer einsteigst, ist das Meeresmuseum oft die ruhigere, inhaltlich dichte Wahl. Es passt besonders gut, wenn du nicht nur staunen, sondern Zusammenhänge verstehen willst: Arten, Lebensräume, menschliche Nutzung des Meeres, Wissenschaft.
Kurzer Vergleich als Entscheidungshilfe
| Ort | Wofür es sich besonders lohnt | Zeitbedarf | Lage |
|---|---|---|---|
| Ozeaneum | Große Aquarien, „Aha“-Momente, Wal-Inszenierung mit 26 m Blauwal-Modell | 2–4 Std. | Hafeninsel |
| Meeresmuseum | Modernisierte Ausstellungen, erste Aquarien, in historischem Umfeld | 1,5–3 Std. | Altstadt-nah |
| Marienkirche | Turmblick nach Rügen, Orientierung für deinen Rundgang (366 Stufen) | 45–90 Min. | Neuen Markt |
Stralsund Sehenswürdigkeiten Hafen, Hafeninsel und maritime Klassiker
Stralsunder Hafen: Zwischen Promenade und Fernweh
Der Hafen von Stralsund ist mehr als ein Hintergrund für Fotos. Er ist die Übergangszone zwischen Altstadt und Meer, zwischen Backstein und Horizont. Wenn du am späten Nachmittag hier entlanggehst, merkst du, wie Stralsund zeigt, dass Kultur auch draußen stattfindet: auf Bänken, an Kaimauern, beim Blick auf Boote und die Silhouette der Stadt.
Gorch Fock I: Ein Schiff mit Geschichte
Ein maritimes Highlight ist die Gorch Fock I, die in Stralsund als Museumsschiff bekannt ist. Laut Stralsund Tourismus liegt das Schiff seit 2003 in Stralsund und wird durch einen Verein betrieben. In vielen Köpfen ist „Gorch Fock“ ein Name, der sofort nach Segeln, Wind und Tradition klingt. In Stralsunds Kontext ist es außerdem ein Stück Identität, weil das Schiff im Stadthafen präsent ist und den maritimen Charakter der Hansestadt sichtbar macht.
Wichtig für deine Planung: Auf der offiziellen Seite des Segelschulschiffs wird darauf hingewiesen, dass eine Besichtigung aktuell zeitweise nicht möglich sein kann, etwa während Aufenthalten in der Werft. Wenn du die Gorch Fock I fest eingeplant hast, lohnt sich daher ein kurzer Check vorab.

Rügenbrücke, Rügendamm und Dänholm: Ankommen am „Tor zur Insel Rügen“
Viele Reisende verbinden Stralsund automatisch mit Rügen, und das ist logisch: Von hier aus gehst du quasi über eine Wasserschwelle auf die Ostseeinsel. Die Rügenbrücke wurde Ende 2007 eröffnet und gilt als signifikantes Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund. Daneben existiert mit dem Rügendamm die klassische Verbindung, die über den Dänholm führt. Der Dänholm ist dabei nicht nur ein Durchgang, sondern eine Insel im Strelasund mit eigener Geschichte und Verbindungen zwischen Festland und Insel Rügen.
Wenn du Zeit hast, lohnt es sich, diese Verkehrsadern nicht nur als „Weg nach Rügen“ zu sehen, sondern als Teil der Landschaftserzählung: Wasser, Inseln, Übergänge. Das macht Stralsund und Umgebung so reizvoll.
UNESCO, Backsteingotik und die große Hanse-Erzählung
Dass die Altstädte von Stralsund und Wismar 2002 gemeinsam in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden, ist nicht nur ein Qualitätssiegel, sondern ein Hinweis darauf, wie gut sich die Struktur einer mittelalterlichen Hansestadt hier ablesen lässt. Die UNESCO nennt unter anderem den nahezu unveränderten Grundriss und die Bedeutung beider Städte als Zentren des wendischen Teils der Hanse sowie die Bausubstanz mit herausragenden Beispielen der Backsteingotik.
Wenn du also durch die Stralsunder Altstadt gehst, bist du nicht einfach in „einer hübschen Altstadt“, sondern in einer historischen Erzählung, die bis heute sichtbar ist. Und genau deshalb wirkt ein Spaziergang hier oft intensiver als in Städten, deren Zentrum stärker modern überformt wurde.
Ideen für deinen perfekten Rundgang durch Stralsund
Ein guter Rundgang durch Stralsund funktioniert am besten in Etappen, damit du nicht alles in einem Tempo „abhakst“. Starte am Alten Markt, lass dir Zeit für die Schaufassade des Rathauses und die Atmosphäre des Platzes. Geh dann zum Neuen Markt und nimm die Marienkirche mit, idealerweise inklusive Turmaufstieg. Danach kannst du dich Richtung Wasser treiben lassen und auf der Hafeninsel im Ozeaneum abtauchen, bevor du den Tag am Hafen ausklingen lässt.
Wenn du wetterunabhängig planen willst, ist der HanseDom als Indoor-Option interessant, gerade wenn du nach Museumsbesuch oder Spaziergang noch Wärme und Entspannung suchst. Und falls du noch mehr Kultur möchtest: Viele Reisende kombinieren Stralsund bewusst mit einem Abstecher nach Wismar, um das UNESCO-Thema im direkten Vergleich zu erleben.

FAQs zu Stralsund Sehenswürdigkeiten
Was sind die besten Sehenswürdigkeiten in Stralsund, wenn ich nur einen Tag habe?
Wenn du wenig Zeit hast, konzentriere dich auf die Altstadt von Stralsund mit Alter Markt, dann die Marienkirche am Neuen Markt (inklusive Turmaufstieg) und anschließend das Ozeaneum auf der Hafeninsel. So bekommst du Architektur, Aussicht und Meer-Thema in einem Tag gut kombiniert.
Lohnt sich das Ozeaneum auch, wenn ich sonst kein „Museumstyp“ bin?
Ja, weil es stark inszeniert ist und über große Aquarien sowie die Wal-Ausstellung mit dem 26 Meter langen Blauwal-Modell echte Staunmomente bietet. Gerade Erwachsene, die Kultur gern mit Erleben verbinden, finden dort einen sehr zugänglichen Einstieg.
Was ist der Unterschied zwischen Ozeaneum und Meeresmuseum in Stralsund?
Das Ozeaneum ist die große Unterwasserreise mit vielen Aquarien und dem Fokus auf nördliche Meere, während das Meeresmuseum als Teil der Stiftung Deutsches Meeresmuseum nach Modernisierung wiedereröffnet wurde und dir Ausstellungen in historischer Kulisse sowie (wieder) Aquarienbereiche bietet. Ideal ist die Kombination, weil sich beide Häuser ergänzen.
Ist die Gorch Fock I immer zugänglich?
Nicht unbedingt. Das Schiff liegt als Museumsschiff in Stralsund und ist ein Klassiker am Hafen, aber zeitweise kann eine Besichtigung wegen Werftaufenthalten ausgesetzt sein. Prüfe vor deinem Besuch kurz die aktuellen Hinweise.
Fazit: Stralsund Sehenswürdigkeiten besuchen und staunen
Stralsund ist eine Stadt, die dir auf engem Raum erstaunlich viel bietet: die Stralsunder Altstadt als UNESCO-geprägtes Gesamtkunstwerk seit 2002, Plätze wie Alter Markt und Neuen Markt, die Wucht der Backsteingotik und dazu das Meer direkt vor der Haustür. Mit dem Ozeaneum auf der Hafeninsel und dem modernisierten Meeresmuseum des Deutschen Meeresmuseum bekommst du maritime Inhalte in zwei sehr unterschiedlichen Erzählformen, vom Aquarium-Erlebnis bis zur vertiefenden Ausstellung. Der Blick von der Marienkirche ordnet Stralsunds Wege, und die Linien von Rügendamm und Rügenbrücke machen sichtbar, warum Stralsund für viele das Tor zur Insel Rügen ist. Wenn du dann am Abend am Stralsunder Hafen entlanggehst und vielleicht noch die Gorch Fock I siehst, schließt sich der Kreis aus Geschichte, Wasser und Gegenwart. Stralsund lohnt sich besonders, wenn du nicht nur Sehenswürdigkeiten „abklappern“, sondern eine Stadt als stimmiges Erlebnis aus Architektur, Kultur und Ostsee-Flair mitnehmen möchtest.
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